Ventilator, Klimagerät oder Klimaanlage

In unseren Breitengraden gibt es seit Beginn des Hausbaus auch Möglichkeiten zur Anhebung der Innentemperatur. Von der Feuerstelle über den Kamin bis zum modernen Wärmetauscher: die Heizung der Innenräume ist bei zum Teil extrem kalten Außentemperaturen im Winter lebenswichtig. In den letzten Jahrzehnten und ganz besonders im Zeichen des Klimawandels werden Systeme zur Senkung der Innenraumtemperatur, also Klimageräte, immer gefragter. Es stellt sich schnell heraus, dass die lokale Absenkung der Temperatur, im Sinne der Entropie eigentlich ein natürlicher Vorgang, sehr viel Energie kostet. Zusätzlich zu den entstehenden Betriebskosten gibt es je nach Lösung eine große Spannbreite in den Anschaffungskosten von Klimageräten. Daher ist es sinnvoll, sich über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Geräteklassen zu informieren.

Die klassische Lösung: der Ventilator

Der elektrische Ventilator ist bereits seit Beginn der Elektrifizierung bei heißen Sommertemperaturen ein häufig anzutreffendes Gerät in Wohnstuben und Arbeitsräumen. Bei verhältnismäßig niedrigen Anschaffungskosten und seiner sofort einsetzenden Wirkung wird auch sein niedriger Wirkungsgrad und die mehr oder weniger starke Geräuschbelastung in Kauf genommen. Er ist eine mechanisierte Version des Fächers, sein Wirkungsprinzip ist also seit Jahrtausenden bekannt. Bewegte Luft erzeugt, wenn sie auf den Körper trifft, Verdunstungskälte, daher der Effekt der Kühlung. Die Temperatur der Luft wird nicht gesenkt. Die kühlende Wirkung entsteht nur im direkten Einflussbereich des Gebläses. Es gibt Tischgeräte und meist größere und leistungsfähigere Standgeräte. Ein Schwenkmechanismus des Rotors vergrößert den Wirkungsbereich. Dennoch hat der Ventilator bei starken Hitzegraden keine befriedigende Wirkung mehr.

Mobile Klimageräte und mobile Klimaanlagen

Hierbei handelt es sich um Geräte, in deren inneren ein Gebläse zur Umwälzung der Raumluft und ein Luftkühler zu deren Abkühlung verbaut ist. Bei kleinen Räumen kann so die gesamte Raumluft um einige Grade abgekühlt werden. Der Platzbedarf des Gerätes sollte bei der Anschaffung berücksichtigt werden. Ein mobiles Klimagerät arbeitet ohne Abluftschlauch und ist daher frei im Raum aufstellbar. Die Geräuschentwicklung ist je nach Typ und Leistungsklasse unterschiedlich ausgeprägt. Für die temporäre Kühlung nicht zu großer Räume handelt es sich hierbei meist um eine gute Lösung. Wem die Leistung eines solchen Gerätes nicht ausreicht, der greift zur mobilen Klimaanlage. Sie ist im Erscheinungsbild und in der Wirkungsweise ähnlich, verfügt jedoch zusätzlich über einen Abluftschlauch. Dieser beschleunigt und verstärkt die Kühlwirkung, da die warme Luft nach außen geleitet wird und durch kühle Luft ersetzt wird. Der Nachteil ist, dass dieses Gerät in der Nähe eines Fensters oder einer eigens erstellten Außenöffnung platziert werden muss. Der Effizienzgrad ist bei diesen Geräten größer als beim schlauchlosen Klimagerät.

Der Schritt in die feste Installation: die Split Klimaanlage

Das Split Klimagerät besteht aus einem zumeist an der Fassade montierten Außengerät zur Ableitung der Warmluft und mehreren an den Wänden befestigten Kühlgeräten. Es handelt sich also um eine mehrteilige Klimaanlage ohne Abluftschlauch mit einem separaten Element, welches die heiße Luft direkt abführt. Multi-Split Anlagen können sogar mehrere Räume kühlen. Die Entscheidung fällt jedoch aufgrund der komplizierten Planung meist für eine Variante, die einen größeren Raum gleichmäßig temperiert. Die Leistung dieser Geräte ist optimal für Wohnungen und Privathäuser und gewährleistet eine gute und gesunde Klimatisierung der Innenräume bei günstigen Betriebskosten. Einbau und Planung sollten professionell vorgenommen werden und die Anschaffungskosten sind hier am höchsten. Der nächste Schritt wäre die zentrale Klimaanlage. Eine solche komplexe und aufwandsintensive Klimaanlage ist jedoch nur für größere und zumeist gewerbliche Gebäude angezeigt.

Bei allen diesen Lösungen ist zu bedenken: die optimale Klimatisierung von Räumen erfolgt nur bei gleichzeitiger Optimierung der Luftfeuchtigkeit. Je nach Qualität und Preis der Anlage erfolgt diese Regulierung mehr oder weniger effizient. Geräuschentwicklung und eine optionale Luftfilterung sind weitere wichtige Kriterien bei Wahl und Anschaffung der besten Klimalösung.