Ernährungsbedürfnisse eines Pferdes

Die Ernährungsbedürfnisse eines Pferdes

Jedes Pferd hat einen genetisch festgelegten Körper, der Faktoren wie Gewicht und Körperbau festlegt. Sein individueller Stoffwechsel regelt die Verdauung und die Verwertung der Nährstoffe. Man braucht Pferdefutter für einen guten Stoffwechsel. Zusätzlich hat jedes Pferd seine eigene Bakterienkultur im Darm, die das Raufutter verdaut. Folglich hat die gleiche Futtermenge bei verschiedenen Pferden eine unterschiedliche Wirkung. Nachfolgend sind die Richtlinien für die Fütterung angegeben. Füttern Sie Ihr Pferd aber nicht nach den Richtlinien, sondern seinen Bedürfnissen entsprechend. Die Bedürfnisse eines Pferdes sind natürlich abhängig von der Haltung, von den Wettereinflüssen, davon ob es geschoren ist oder nicht. Fehlen ihm wichtige Nährstoffe, verliert es Gewicht. Haben sie ein Pferd gekauft, fragen Sie am besten den Vorbesitzer, wie viel er täglich gefüttert hat, um eine vage Vorstellung zu bekommen.

Teile der ausgewogenen Ernährung

Pferdefutter für einen guten Stoffwechsel enthalten Folgendes.
Proteine: Proteine sind die Baustoffe des Körpers. Muskeln bestehen zum größten Teil aus Proteinen, aber auch Sehnen und Bändern. Gras und Heu decken einen Großteil des Bedarfs ab. Sojabohnen (in Pellet-Form) sind reich an Proteinen.
Kohlenhydrate: Kohlenhydrate als Energiequelle sind in Form von Glykogen im Muskel gespeichert und ständig einsatzbereit. Gras und Heu enthalten ausreichend Kohlenhydraten für Normalbedarf, nicht aber für Pferde, die viel leisten müssen.
Fett: Fette oder Öle sind eine wertvolle Energiequelle, weil sie in leicht abbaubare, einfache Kohlenhydrate aufgespaltet werden können. Viele Fertigfuttermischungen enthalten pflanzliche Öle, sie decken bis zu 15 % des Energiebedarfs ein.
Wasser: Der Pferdekörper besteht zum größten Teil aus Wasser; es ist das Haupttransportmittel aller Stoffe im Körper. Das junge Gras im Frühling hat einen hohen Wasseranteil, dennoch deckt das Pferd den Großteil seines Bedarfs durch Trinken ab.
Mineralstoffe: Knochen und Gewebe brauchen Mineralstoffe. Alfalfa ist ein guter Energielieferant. Beim Grasen werden die Mineralstoffe mit der Erde aufgenommen.

 

Das Verhältnis Kraftfutter zu Raufutter

Pferdefutter und Arbeit
Sogar im harten Training sollte ein Pferd überwiegend Raufutter bekommen. Gras und Heu können aber in der Regel den Energiebedarf eines arbeitenden Pferdes nicht abdecken. Das Verdauungssystem wird mit der erforderlichen Raufuttermenge nicht fertig deshalb stellt man die nötigen Nährstoffe in Form von Kraftfutter zur Verfügung. Trotzdem müssen Sie immer den individuellen Bedürfnissen entsprechend füttern. Einige Pferde oder Ponys brauchen auch dann kein Kraftfutter, wenn sie regelmäßig arbeiten.

Erhalt der Körperfunktionen (keine Arbeit): Füttern Sie kein Pferdefutter, das Kraftfutter ist, nur gutes Raufutter, um das normale Körpergewicht zu erhalten.
Leichte Arbeit: Täglich bis zu einer Stunde Schritt mit leichten Trabreprisen. Füttern Sie bis zu 15 % Kraftfutteranteil.
Harte Arbeit: Zwei Stunden täglich inklusive Galopparbeit oder Turnieren. Füttern Sie bis zu 45 % Kraftfutter.

Die Pferderassen

Pferd ist nicht gleich Pferd: Es gibt tatsächlich über 400 verschiedene Rassen! Jede sieht anders aus und hat bestimmte Eigenschaften. Sie werden eingeteilt in Pony, Kleinpferd und Großpferd. Für die Pferdepflege ist oft ein Schermaschine Pferd Test wichtig.

Norwegisches Fjordpferd
Das Norwegische Fjordpferd ist wie der Haflinger ein robustes, kräftiges Kleinpferd. Es kann zwischen 135 und 150 cm hoch sein und wird in Mecklenburg-Vorpommern sehr vielseitig eingesetzt. Es hat in der Landwirtschaft gearbeitet, in der Forstwirtschaft zum Holzrücken und auch beim Militär als Tragetier. Heute ist es überwiegend Reit- und Fahrpony.
Das Fjordpferd hat eine traditionelle, charakteristische „Frisur“: Durch seinen schwarzen Aalstrich, der sich längs über den ganzen Rücken zieht, sind die Haare in der Mitte der Mähne schwarz, außen auf beiden Seiten dagegen flachsfarben. Wenn man die Mähnenhaare kurz genug schneidet und die schwarzen Haare etwas länger lässt, dann trägt das Fjordpferd eine schicke Stehmähne, siehe Schermaschine Pferd Test.

Islandpferd
Wie der Name schon sagt, kommt dieses Pferd von der Vulkaninsel Island, die weit im Norden Europas in der Nähe des nördlichen Polarkreises liegt. Durch sein sehr dickes Fell, eine üppige Mähne und einen dichten Schweif ist das Islandpferd an das wilde Wetter in Island sehr gut angepasst. Es hat eine Größe zwischen 130 und 150 cm und ist sehr kräftig.
Islandpferde gibt es in verschiedenen Fellfarben. Machen Sie einen Schermaschine Pferd Test. Das Besondere am Islandpferd sind seine speziellen Gangarten. Es geht nicht nur Schritt, Trap und Galopp, sondern beherrscht auch den Tölt und sogar den Rennpass. Der Tölt ist für den Reiter sehr bequem, denn dabei gibt es keine Schwebephase, sondern es handelt sich um eine gelaufene Gangart.

Großpferde
Bei den Großpferden unterscheiden wir Vollblüter, Warmblüter und Kaltblüter. Diese Namen beziehen sich nicht auf die tatsächliche Temperatur der Pferde – sie liegt bei allen Pferden gleich, nämlich bei 37,5 bis 38 Grad Celsius. Die Namen beziehen sich vielmehr auf das Temperament der Pferde. Das Vollblutpferd ist besonders feurig und kann schnell nervös werden. Kaltblutpferde sind besonders „cool“ und nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen. Warmblüter schließlich sind ausgeglichene, vielseitige Pferde und stehen mit ihrem Temperament zwischen Vollblut und Kaltblut, zum Reiten wie geschaffen.

Vollblüter und Traber
Als Vollblüter werden meist Rassen bezeichnet, die von Araberpferden abstammen. Bei Trabern ist mindestens ein Elternteil ein Vollblüter. Vollblüter gelten vielen Pferdefreunden als die schönsten und edelsten Rassen.

Grundregeln der Fütterung

Eine Futterumstellung muss immer ganz allmählich erfolgen. Auf diese Weise kann sich das Verdauungssystem anpassen. Das Nervensystem koordiniert alle Tätigkeiten des Körpers. Es erhält seine Informationen über die Sinnesorgane, entscheidet über die notwendigen Handlungen und schickt Kommandos an das entsprechende System, um die Ausführung sicher zu stellen. Der Großteil des Nervensystems funktioniert automatisch. Ein Netz sensorischer Nerven im ganzen Körper sendet Informationen an das Rückenmark. Lebenswichtige Reflexe wie zum Beispiel die Flucht vor Feuer, werden vom Rückenmark gesendet, die meisten Signale werden aber an das Gehirn weitergeleitet. Umgekehrt laufen die Kommandos für Aktivitäten innerhalb des Rückenmarks zurück.

Füttern Sie nur Pferdefutter von bester Qualität. Gewisse Pferde brauchen Pferdefutter für starke Nerven. Die Sauberkeit ist ein wichtiges

Pferde füttern

Qualitätsmerkmal bei Kraftfutter. Staubiges und muffiges Futter hat nicht viel Nährwert. Bei Heu ist es anders: Selbst nährstoffreiches, gutes Heu kann so viele Pilzsporen enthalten, dass es beinahe ein Gesundheitsrisiko darstellt. Bieten Sie dem Pferd beinahe den ganzen Tag Raufutter an oder Pferdefutter für starke Nerven. Das Verdauungssystem ist auf die ständige Zufuhr von Raufutter eingestellt, es wurde nicht für die Aufnahme großer Futtermengen konzipiert.

Berechnen Sie die Menge vom Pferdefutter nach dem Gewicht und nicht nach dem Volumen. die einzelnen Futtermittel unterscheiden sich bei gleichem Gewicht durch ihr Volumen. Jedes Futtermittel, das nach Gewicht abgepackt ist, hat von Sack zu Sack ein anders Volumen. Stören Sie das Pferd während des Fressens nicht, und arbeiten Sie es weder kurz vor, noch kurz nach dem Fressen. Während der Arbeit wird vermehrt Blut in die Muskeln transportiert. Im Verdauungssystem befindet sich zur selben Zeit weniger Blut, und es kann zu Verdauungsstörungen kommen. Wenn das Pferd unruhig ist, schluckt es das Futter, ohne zu kauen und kann Koliken bekommen.
Füttern Sie kleine Futtermengen immer zur gleichen Tageszeit. Das Kolik-Risiko sinkt, wenn das Verdauungssystem immer gleich viel Arbeit hat. Füttern Sie unbedingt in regelmäßigen Abständen. Frisches Wasser muss immer zur Verfügung stehen; direkt nach dem Fressen allerdings nicht zu viel. Heu und Kraftfutter enthalten weniger Feuchtigkeit als Gras und müssen deshalb vor dem Verdauungsvorgang gut mit Wasser vermischt werden.

Kraftfutter – Verschiedene Futtermittel

Eine große Auswahl verschiedener Futtermittel ist auf dem Markt. Darunter sind Fertigfuttermischungen in loser oder pelletierter Form und die verschiedenen Getreide. Fertigfuttermischungen bieten ein ausbalanciertes Verhältnis von Nährstoffen, wie Sie es selbst kaum besser zusammenmischen könnten. Wenn es um die richtige Futtermenge geht, dürfen Sie nicht raten. Rechnen Sie nicht mit dem Messbecher als Maßeinheit, die verschiedenen Futtermittel haben ein unterschiedliches Gewicht. Viele Pferdefutter variieren auch in ihrem Volumen, deshalb sind die Säcke auch nicht gleich groß.

Müslifutter
Dieses Futter sieht appetitlicher aus als die Pellets. Ein wichtiger Grund für die Fütterung des Müslifutters ist, dass das Pferd länger frisst, was für das Verdauungssystem besser ist. Dieses Futtermittel ist in verschiedenen Mischungen erhältlich. Müslifutter ist empfehlenswertes Pferdefutter bei Leberbeschwerden.

Alfalfa Pellets
Alfalfa enthält sogar in getrockneter Form viele Vitamine und Mineralstoffe. Der hohe Kalzium- und Faseranteil machen es besonders wertvoll, und man bezeichnet diese Pellets gern als „pelletierten Sonnenschein“.

Maisflocken
Der Mais, ein sehr reichhaltiges Futtermittel, wird von den Futtermittelherstellern angequetscht, um das Pferd nicht „heiß“ zu machen („heiß“ bedeutet, durch die konzentrierte Energiezufuhr leicht erregbar). Durch das Quetschen wird der Nährstoffgehalt, also das Energieangebot, reduziert.

Kleie
Kleie ist mehr als ein Ballastfutter als ein Energielieferant. Für die Aufzucht junger Pferde ist Kleie nicht geeignet, weil sie zu viel Phosphor und zu wenig Kalzium enthält.

PelletsPferdefutter
Es gibt verschiedene Futtermischungen in Pellet-Form, die für die verschiedenen Pferdetypen geeignet sind, zum Beispiel Sportpferd, Pony oder Rennpferd. Kaufen Sie den richtigen Typ für Ihr Pferd.

Leinsamen als Pferdefutter
Ungekochter Leinsamen ist giftig, deshalb muss er einige Stunden gekocht werden, bis die Samenkörner aufgequollen sind. Leinsamen wirkt abführend und lässt das Fell glänzen.

Quetschhafer
Hafer als gebräuchliches Futtermittel wurde hauptsächlich deshalb so beliebt, weil gedankenlose Änderungen in der Futtermenge im Nährstoffgehalt wenig Unterschied machen, da der Hafe einen günstigen Rohfaser- und Energieanteil besitzt. Der Hafer ist für Pferde kein natürliches Futtermittel. Hafer ist gutes Pferdefutter bei Leberbeschwerden.

Gerste
Sie wird oft unterschätzt, hat aber einen hohen Energiegehalt. Bei der Fütterung müssen Sie vorsichtig sein, schon die kleinste Abweichung von der Futtermenge hat deutliche Folgen.

Zuckerrübenschnitzel
Die Zuckerrübe ist im Grunde genommen ein wertvolles Futtermittel, sie ist reich an Energie und Proteinen. Die Schnitzel sind getrocknet und müssen vor dem Füttern eingeweicht werden.

Zuckerrüben in Pellet-Form
Die Rübenpellets quellen genauso wie die Schnitzel, in Verbindung mit Feuchtigkeit (z. B. Speichel). Wenn man sie nicht gründlich aufquellen lässt, kann es zu Schlundverstopfung oder Kolik kommen.